Geschichte

Die Ursprünge der Ochsentorkel Weinbau AG gehen auf die Weinbaugenossenschaft Thal zurück, welche am 6. Mai 1916 im Saal des Gasthaus Ochsen in Thal gegründet wurde. Hauptinitiator war David Tobler (1880-1933). Der Rebbau am Buechberg lag um die Jahrhundertwende am Boden, echter und falscher Rebenmehltau (Pilzkrankheiten) vernichteten regelmässig die gesamte Ernte. David Tobler erneuerte den Rebbau durch gezielte Kultivierungsmassnahmen und Sortenwahl. Die aus diesem Zwecke hervorgegangene Genossenschaft diente den Rebbauern am Buechberg als Organisationsplattform. Langsam konnte sich der Rebbau in Thal erholen.

Ab dem Jahr 1931 beschliessen die Genossenschafter, selber Trauben aufzukaufen und zu vinifizieren. Dafür konnte die Kelterei-Einrichtung der landwirtschaftlichen Schule Custerhof in Rheineck genutzt werden. 1948 pachtete die Genossenschaft die Kellereien des Gasthaus Ochsen in Thal und kaufte ihre eigene Kellereinrichtung. Die schlechten Weinjahrgänge in den 50 er Jahren des letzten Jahrhunderts setzen der Genossenschaft arg zu. Nur Dank grossem Einsatz (auch finanziellem) durch die Genossenschafter konnte die Genossenschaft diese Jahre überwinden. 1963 übernahm die Firma Lutz und Co. von Rehetobel als Pächter die gesamte Weinherstellung der Genossenschaft. Ab 1991 begann die Weinbaugenossenschaft wieder selbst Wein zu keltern und zu vermarkten. Zwischen 1991 bis 2006 stiegt die Zahl der Genossenschafter auf 300 Personen an.

Am 23. März 2007 wurde die Weinbaugenossenschaft Thal in die Ochsentorkel Weinbau AG umgewandelt. Die Genossenschafter erhielten im Wert Ihrer Genossenschaftsanteilscheine Aktien.