Weintrauben

Unsere Reblagen

Thal am Bodensee

Die Gemeinde Thal als Grenzgemeine zu Österreich liegt an der Rheinmündung zum Bodensee. Der Alte Rhein bildet dabei zugleich Gemeinde und Landesgrenze. Der Buechberg verläuft von Westen nach Osten und erhebt sich
pittoresk über den Bodensee und die Rheingegend, die sonst industriell geprägt ist. Das Dorf Thal liegt in einem klimatisch geschützten Talkessel zwischen dem Buechberg und Lutzenberg an den Ausläufern des Appenzeller Vorderlandes. In Thal zieren viele historische Gebäude das Dorfbild und zeugen von einer geschichtsträchtigen Vergangenheit. Das Thaler Wappen bildet eine blaue Weinrebe mit grünem Laub ab.

Rebbau

Die Kultivierung von Rebstöcken im Rheintal begann bereits im 9. Jahrhundert. Am Buechberg wird seit rund tausend Jahren Rebbau betrieben, der sowohl von Klöstern als auch Adligen gefördert wurde. Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich im Rebberg einzigartige, vom Menschen geschaffene Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Die verstärkte Mechanisierung hat den Rebbau grundlegend verändert und ihn an den Steillagen am Buechberg überhaupt erst wieder möglich gemacht. Während man in den 80er-Jahren unter Einsatz von Pestiziden eine möglich hohe Ernte-Ausbeute erzielen wollte, ist es Tom Kobel daran gelegen, den Rebberg nicht nur als einen Produktionsstandort zu sehen, sondern dieses artenreiche Kulturlandschaft zu respektieren und zu pflegen. Einerseits werden zur Unkrautbekämpfung keine Herbizide mehr verwendet und für den Pflanzenschutz nur natürlich vorkommende, biologisch abbaubare Mittel eingesetzt, die Böden und Trinkwasser schonen. Mit einer möglichst ganzheitlichen Betrachtungsweise versucht Tom Kobel stetig, neue Lösungen zu finden.

Reblage und Klima

Die Reben wachsen an den steilen Hängen des Buechbergs. Die nach Süden ausgerichteten Rebberge
sind mit einem markanten Felsenband gekrönt, auch „Steinige Tisch“ genannt.

Die Böden bestehen aus Süsswassermolasse-Sandstein und sind mehrheitlich sandig. An einigen Lagen ist das Terrain auch lehmhaltig. Das Klima im geschützten Talkessel wird im Wesentlichen durch die Nähe zum Bodensee beeinflusst.

Geschichte

Die Geschichte von OchsentorkelweinbauAG

Gründung

Die Ursprünge der Ochsentorkel Weinbau AG gehen auf die Weinbaugenossenschaft Thal zurück, die am 6. Mai 1916 im Saal des Gasthauses Ochsen in Thal gegründet wurde. Hauptinitiator war David Tobler (1880-1933).
Der Rebbau am Buechberg war um die Jahrhundertwende am Boden. Echter und Falscher Rebenmehltau (Pilzkrankheit) vernichteten regelmässig die gesamte Ernte.

David Tobler erneuerte den Rebbau durch gezielte Kultivierungsmassnahmen und Auswahl der Rebsorten. Die zum Zweck der Reaktivierung hervorgegangene Genossenschaft diente den Rebbauern am Buechberg zudem als Organisationsplattform. Langsam erholte sich der Rebbau in Thal wieder.

Schwierige Jahre

Ab dem Jahr 1931 beschlossen die Genossenschafter, selber Trauben zu kaufen und zu vinifizieren. Für die Verarbeitung der Beeren konnte die Kelterei-Einrichtung der landwirtschaftlichen Schule Custerhof in Rheineck genutzt werden. Ab 1948 pachtete die Genossenschaft die Kellereien des Gasthauses Ochsen in Thal und kaufte ihre eigene Kelterei-Einrichtung. Die schlechten Weinjahrgänge in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts setzten der Genossenschaft arg zu. Nur dank grossem Einsatz (auch finanziellem) durch die Genossenschafter konnten diese Jahre überstanden werden. 1963 übernahm die Firma Lutz und Co. in Rehetobel als Pächter die gesamte Weinherstellung
der Genossenschaft.

Etablierung

Von der Genossenschaft zur AG

Am 23. März 2007 wurde die Weinbaugenossenschaft Thal in die Ochsentorkel Weinbau AG umgewandelt, mit Salome Reimann und Tom Kobel-Reimann als Hauptaktionäre und GeschäftsführerIn. Die Genossenschafter erhielten zum Wert ihrer Genossenschaftsanteilsscheine Aktien. Seit dem Tod von Salome Reimann im Jahr 2017 führt Tom Kobel die Firma selbständig weiter. Pro Jahr werden zwischen 25’000 und 35'000 Flaschen produziert. Von einigen ausgewählten Raritäten werden lediglich ca. 400 Flaschen hergestellt. Seit 2019 bildet Tom Kobel alle zwei Jahre einen Lernenden zum Winzer EFZ aus.

Ab 1991 begann die Weinbaugenossenschaft wieder selbst Wein zu keltern und zu vermarkten. Von 1991 bis 2006 stiegt die Zahl der Genossenschafter auf 300 Personen. Edy Geiger (Geschäftsführer), Ueli Kobel (Kellermeister und Geschäftsführer) und Ida Ammann (Präsidentin) ist es gelungen, die Firma auf dem hartumworbenen Weinmarkt zu etablieren.

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